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Der Aufbau eines Unternehmensnetzwerks beginnt in der Regel mit dem Router des Internetanbieters. Nach und nach kommen weitere Geräte hinzu: ein Switch, dann ein zweiter, ein WLAN-Repeater. Jeder dieser Käufe deckt einen aktuellen Bedarf und ist für sich genommen nachvollziehbar. Zusammen ergeben sie jedoch kein stimmiges Gesamtkonzept.
Das Problem zeigt sich erst später – im ungünstigsten Moment. Die Verbindung bricht während eines Videogesprächs mit einem Kunden ab. Das Zahlungsterminal verliert zu Spitzenzeiten die Netzwerkverbindung. Kameras kommen hinzu, und es stellt sich heraus, dass keine Stromversorgung für sie vorhanden ist. Dann stellt sich wieder die Frage, die am Anfang stehen sollte: Welche Hardware benötigt das Unternehmen tatsächlich, und wie lässt sie sich zu einem funktionierenden Netzwerk verbinden?
Die gute Nachricht: Für ein zuverlässiges Netzwerk, das auch ohne Administrator verwaltet werden kann, sind keine Enterprise-Lösungen erforderlich. Im Folgenden zeigen wir vier typische Szenarien – von kleinen Geschäftsräumen bis hin zu Büros mit Videoüberwachung und IP-Telefonie – und wie sich dafür ein Netzwerk mit Geräten der Produktlinie HPE Networking Instant On aufbauen lässt.
Was ist HPE Networking Instant On?
HPE Networking Instant On ist eine Produktlinie von Netzwerkgeräten von HPE für kleine und mittelständische Unternehmen. Sie umfasst Switches der Serien 1430, 1830, 1930 und 1960 sowie Access Points der AP-Familie, darunter die Modelle AP21, AP22, AP25 und AP32.
Im Mai 2024 benannte HPE die Produktlinie von Aruba Instant On in HPE Networking Instant On um. Einige Beschreibungen und Materialien verwenden weiterhin die frühere Markenbezeichnung – es handelt sich um dieselbe Hardware, nur der Name wurde geändert.
Switches und Access Points in einem Ökosystem
HPE Networking Instant On umfasst sowohl kabelgebundene als auch drahtlose Hardware. Switches und Access Points dieser Produktlinie arbeiten standardmässig zusammen und sind Teil desselben Netzwerks. Sie müssen daher nicht separat ausgewählt oder auf gegenseitige Kompatibilität geprüft werden.
Verwaltung per App
Das Netzwerk von HPE Networking Instant On wird über die kostenlose Instant On App verwaltet, die im App Store und bei Google Play verfügbar ist, oder über ein dediziertes Cloud-Portal. Beide Tools verwenden dasselbe Konto und bieten denselben Funktionsumfang, sodass sich das Netzwerk sowohl über das Smartphone als auch über einen Browser am Computer verwalten lässt.
Dafür sind weder ein Hardware-Controller noch zusätzliche Lizenzen oder Abonnementgebühren erforderlich. Ein Netzwerk kann bis zu 125 Access Points und Switches umfassen.
Bereitstellung in wenigen Minuten
Die Konfiguration von HPE Networking Instant On Geräten erfolgt Schritt für Schritt anhand der Anweisungen in der App. Die Smart-Mesh-Technologie ermöglicht die Verbindung von bis zu acht Access Points ohne neue Verkabelung – ein Vorteil überall dort, wo das Aufstemmen von Wänden nicht infrage kommt.
Welches Netzwerk für ein kleines Büro mit bis zu 15 Personen?
Für ein Büro oder Geschäftslokal mit bis zu 15 Personen reichen ein Access Point und ein Switch aus. Der Access Point übernimmt den drahtlosen Datenverkehr, der Switch versorgt kabelgebundene Geräte.
Viele Unternehmen dieser Grösse fragen sich, warum sie einen separaten Access Point benötigen, wenn der Router des Internetanbieters bereits WLAN bietet. Der Router kann einige Laptops versorgen, wird bei einem Dutzend oder mehr Geräten – Smartphones, Drucker, Terminal und Kamera – jedoch zum Engpass. Ein separater Access Point übernimmt den drahtlosen Datenverkehr und sorgt für einen stabileren Betrieb. Dank leistungsstärkerer Antennen deckt er den gesamten Raum ab, nicht nur einen Teil davon. Er hält mehrere Dutzend gleichzeitige Verbindungen ohne Geschwindigkeitseinbussen aufrecht. Zudem übernimmt er keine weiteren Aufgaben – der Router verarbeitet gleichzeitig noch die Internetverbindung und den kabelgebundenen Datenverkehr.
Für kleine Räumlichkeiten genügt HPE Networking Instant On AP21. Der Access Point AP21 unterstützt bis zu 50 Geräte und deckt eine Fläche von bis zu etwa 140 m² ab. Er ist für Installationen mit einem oder zwei Access Points ausgelegt.
Für die kabelgebundene Seite stehen zwei Optionen zur Auswahl. Unmanaged Switch Instant On 1430 leitet den Datenverkehr einfach weiter – anschliessen und loslegen. Managed Switch Instant On 1830 zeigt, was im Netzwerk geschieht, ermöglicht die Segmentierung des Datenverkehrs und hilft, zu reagieren, wenn etwas nicht mehr funktioniert. Für Unternehmen mit Wachstumsplänen lohnt es sich in der Regel, direkt die Managed-Version zu wählen.
Welches Netzwerk für ein Unternehmen mit 20–50 Mitarbeitenden
In einem Unternehmen mit 20 bis 50 Mitarbeitenden bildet ein 24-Port-Switch mit PoE sowie zwei bis vier Access Points die Basis des Netzwerks. In dieser Grössenordnung ist das Netzwerk kein Zusatz mehr, sondern Infrastruktur – und ein Ausfall verursacht reale Kosten.
Den Kern einer solchen Installation bildet HPE Networking Instant On 1930 mit 24 Ports und PoE. PoE, also die Stromversorgung über das Netzwerkkabel, löst ein Problem, das oft erst bei der Installation sichtbar wird: Der Access Point hängt an der Decke, während sich die nächste Steckdose drei Meter tiefer befindet. Mit PoE liefert ein einziges Kabel gleichzeitig Daten und Strom. Das Modell JL683B verfügt über ein Leistungsbudget von 195 W, das für mehrere Access Points und einige zusätzliche Geräte ausreicht.
Wenn im Unternehmen keine Geräte eine Stromversorgung über das Netzwerk benötigen, empfiehlt sich die PoE-freie Variante. Sie ist lüfterlos, arbeitet daher geräuschlos und kann statt in einem Rack in einem Büroraum aufgestellt werden. Zudem verbraucht sie deutlich weniger Strom und bietet denselben Funktionsumfang für die Verwaltung.
Bei der WLAN-Infrastruktur sollten zwei Situationen unterschieden werden. Für typische Büroräume eignet sich HPE Networking Instant On AP22, der beliebteste Access Point dieser Produktlinie. Für Konferenzräume und dicht belegte Grossraumbüros ist AP25, der eine höhere Anzahl gleichzeitiger Verbindungen unterstützt, die bessere Wahl.
Welches Netzwerk für ein Büro mit Videoüberwachung und IP-Telefonie
In einem Büro mit IP-Videoüberwachung und VoIP-Telefonie entscheidet das PoE-Leistungsbudget und nicht die Anzahl der Ports über die Wahl des Switches. An diesen Parameter wird meist zu spät gedacht.
Eine IP-Kamera benötigt einige bis mehrere Watt. Ein VoIP-Telefon kaum weniger. Ein Access Point weitere zehn und mehr Watt. Einzeln sind das Kleinigkeiten, doch bei mehreren Dutzend Geräten wird die Summe relevant und stellt oft die tatsächliche Begrenzung dar.
HPE Networking Instant On 1930 mit 48 Ports und einem Leistungsbudget von 370 W ist für ein solches Szenario ausgelegt. Ein einziges Gerät im Rack versorgt Kameras im gesamten Objekt, Telefone an den Arbeitsplätzen und Access Points an der Decke.
Wenn viele Ports benötigt werden, jedoch keine Stromversorgung über das Netzwerk, ist die PoE-freie Variante. Gleichzeitig sollte auch an eine unterbrechungsfreie Stromversorgung gedacht werden: Ein Switch für Videoüberwachung und Telefonie sollte bei einem Stromausfall weiterbetrieben werden können.
Welches Netzwerk für Restaurant, Hotel und Geschäft
In Restaurants, Hotels und Geschäften muss das Netzwerk zwei unterschiedliche Gruppen unterstützen: Mitarbeitende und Gäste. Der Datenverkehr dieser Gruppen sollte getrennt werden, die Abdeckung auch dort gewährleistet sein, wo keine Verkabelung vorhanden ist, und Geräte wie Kameras und Terminals mit Strom versorgt werden.
Ein gemeinsames Netzwerk für Mitarbeitende und Besucher ist keine gute Lösung – nicht nur wegen der Bandbreite, sondern vor allem aus Sicherheitsgründen. Kasse, Zahlungsterminal und Computer mit Kassensystem sollten nicht im selben Netzwerkbereich wie das Smartphone eines beliebigen Gasts betrieben werden. HPE Networking Instant On trennt diese beiden Bereiche standardmässig: Das Gastnetzwerk läuft separat und verfügt über ein eigenes Willkommensportal, das mit dem Logo des Betriebs versehen werden kann.
Ein weiterer Punkt ist die Abdeckung dort, wo die Verkabelung bereits verlegt wurde und niemand sie ändern möchte. Mit Smart Mesh lassen sich zusätzliche Access Points ohne neue Kabel installieren – im Gastraum, auf der Terrasse oder in einem anderen Stockwerk. Für grössere Objekte ist AP21 im Fünferpack erhältlich, was sowohl die Beschaffung als auch die spätere Verwaltung vereinfacht.
Der dritte Punkt betrifft Geräte, die Strom benötigen: Kameras über der Kasse, Terminals und manchmal elektronische Schlösser. Hier eignet sich wiederum ein PoE-Switch.
Welchen Switch und Access Point von HPE Networking Instant On wählen
Die folgende Tabelle stellt die Serien von HPE Networking Instant On nach Portanzahl, PoE-Leistungsbudget, Verwaltungsart und typischem Einsatzbereich gegenüber.
| Modell | Ports | PoE | Verwaltung | Für wen |
|---|---|---|---|---|
| Instant On 1430 8G | 8 | keine | keine | Kleinste Büros, einfache Installationen |
| Instant On 1830 8G | 8 | keine | grundlegend | Kleine Unternehmen, die Einblick in ihr Netzwerk haben möchten |
| Instant On 1930 24G | 24 + 4x SFP+ | keine | umfassend | Unternehmen mit 20–50 Mitarbeitenden ohne PoE-Geräte |
| Instant On 1930 24G PoE | 24 + 4x SFP+ | 195 W | umfassend | Unternehmen mit 20–50 Mitarbeitenden |
| Instant On 1930 48G | 48 + 4x SFP+ | keine | umfassend | Grössere Büros ohne PoE-Geräte |
| Instant On 1930 48G PoE | 48 + 4x SFP+ | 370 W | umfassend | Videoüberwachung, IP-Telefonie, grössere Büros |
| Instant On 1960 | 12–48 | bis zu 600 W | umfassend, mit Stacking-Unterstützung | Unternehmen mit weiterem Wachstumspotenzial |
| Instant On AP21 | 1 GbE-Uplink | PoE-versorgt | per App | Kleine Lokale, 1–2 Access Points |
| Instant On AP22 | 1 GbE-Uplink | PoE-versorgt | per App | Standard-Büroflächen |
| Instant On AP25 | 2,5 GbE-Uplink | PoE-versorgt | per App | Konferenzräume, hohe Gerätedichte |
| Instant On AP32 | 1 GbE-Uplink | PoE-versorgt | per App | Unternehmen, die auf den neuesten Wi-Fi-Standard setzen |
Die SFP- und SFP+-Ports der Instant On 1930 Serie dienen für Glasfaserverbindungen – zwischen Stockwerken, Gebäuden oder mit dem Serverraum. Sie erfordern ein passendes Transceivermodul, bieten jedoch Reserven für die Zukunft, auch wenn sie heute noch nicht genutzt werden.
Täglicher Netzwerkbetrieb
Die bereits erwähnte Instant-On-App dient nicht nur der Ersteinrichtung, sondern auch dem laufenden Netzwerkbetrieb. In kleinen Unternehmen entscheidet die Frage der täglichen Verwaltung häufiger über den Kauf als jeder technische Parameter.
Auf einem Bildschirm ist ersichtlich, welche Geräte verbunden sind, wie stark das Netzwerk ausgelastet ist und was nicht mehr funktioniert. Neue Hardware wird durch Scannen des Codes auf dem Gehäuse hinzugefügt. Das Gastnetzwerk lässt sich mit wenigen Berührungen aktivieren; zudem können dessen Verfügbarkeitszeiten festgelegt werden – etwa indem das WLAN für Besucher ausserhalb der Öffnungszeiten deaktiviert wird – und ausgewählte Website-Kategorien können gesperrt werden.
Software-Updates werden remote installiert, und Störungen sind auf dem Smartphone sichtbar – unabhängig davon, wo sich der Unternehmensinhaber gerade befindet.
Bei einem grösseren Ausbau des Netzwerks wird weiterhin Fachwissen benötigt. Für den täglichen Betrieb in einem Unternehmen mit mehreren Dutzend Mitarbeitenden genügt jedoch die App – und genau das ist bei dieser Produktlinie entscheidend.
Häufig gestellte Fragen
Ist HPE Networking Instant On dasselbe wie Aruba Instant On?
Ja. HPE Networking Instant On ist die aktuelle Bezeichnung der Produktlinie, die zuvor unter dem Namen Aruba Instant On geführt wurde. Geändert hat sich lediglich das Branding; Hardware und Verwaltungsweise sind gleich geblieben.
Ist für die Verwaltung eines Instant-On-Netzwerks ein Abonnement erforderlich?
Nein. Die mobile App und das Browserportal sind ohne Abonnementgebühren und zusätzliche Lizenzen verfügbar. Auch ein Hardware-Controller wird nicht benötigt.
Wie viele Geräte unterstützt ein Instant-On-Netzwerk?
Ein HPE Networking Instant On Netzwerk kann bis zu 125 Geräte umfassen. Mit der Smart-Mesh-Technologie lassen sich bis zu acht Access Points ohne zusätzliche Verkabelung verbinden.
Welcher Switch eignet sich für ein Unternehmen mit 30 Mitarbeitenden?
Für ein Unternehmen dieser Grösse ist ein 24-Port-PoE-Switch eine typische Wahl, beispielsweise der Instant On 1930 (JL683B) mit einem Leistungsbudget von 195 W. Er ermöglicht die Stromversorgung von Access Points, Kameras und VoIP-Telefonen über das Netzwerkkabel.
Was ist der Unterschied zwischen einem Managed und einem Unmanaged Switch?
Ein Unmanaged Switch leitet Datenverkehr ohne Konfigurationsmöglichkeiten weiter – anschliessen und loslegen. Ein Managed Switch ermöglicht es, den Netzwerkstatus einzusehen, den Datenverkehr in separate Segmente aufzuteilen und Probleme zu diagnostizieren. Bei Instant On gehören die Unmanaged-Modelle zur Serie 1430, die Managed-Modelle zu den Serien 1830, 1930 und 1960.
Benötigt ein Instant-On-Access-Point ein separates Netzteil?
Instant-On-Access-Points können über PoE mit Strom versorgt werden, also über ein Netzwerkkabel, das an einen Switch mit dieser Funktion angeschlossen ist. Alternativ kann ein als separates Zubehör erhältliches Netzteil verwendet werden.
Fazit
Ein Netzwerk wird nicht nach der Unternehmensgrösse ausgewählt, sondern nach der Anzahl der darin eingesetzten Geräte und danach, was mit Strom versorgt werden muss. Zwanzig Mitarbeitende mit Laptops stellen völlig andere Anforderungen als zwanzig Mitarbeitende, zehn Kameras und IP-Telefonie.
Der Ausgangspunkt ist die Erfassung der Geräte – der vorhandenen ebenso wie jener, die für die nächsten Jahre geplant sind. Alles Weitere ergibt sich aus dieser Anzahl.
Das vollständige Angebot von HPE Networking Instant On ist in der Kategorie Netzwerkgeräte von HPE. Bei Fragen zur Hardwareauswahl lohnt es sich, unsere Berater zu kontaktieren – sie helfen Ihnen, die Konfiguration auf das jeweilige Objekt abzustimmen.
Der Artikel entstand in Zusammenarbeit mit HPE.

